Franz Schmidt-Musikschule 

der Marktgemeinde Perchtoldsdorf

Wienergasse 17, 2380 Perchtoldsdorf
Tel.: +43-1-865 43 77-12 oder -11
E-Mail: musikschule(at)perchtoldsdorf.at

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Klavier

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Das Klavier gehört als Tasteninstrument gemäß seiner Klangerzeugung zur großen Gruppe der Saiteninstrumente. Heute gibt es im Wesentlichen zwei Bauarten: den Flügel und das Pianino (oft auch als Piano bezeichnet). In puncto Klang und Anschlagsqualität hat der Flügel dem Pianino vieles voraus, während das Pianino platzsparender und auch etwas kostengünstiger ist.

Es hat in allen Musikstilen der letzten 400 Jahre seinen Platz und bietet verschiedenste Möglichkeiten des musikalischen Einsatzes, vom solistischen Spiel über Kammermusik in kleinen oder größeren Besetzungen bis hin zur Orchesterliteratur und natürlich den unterschiedlichen Stilen von Pop und Jazz.

Was benötige ich?

1. Instrument:

Pianino oder Flügel in qualitativ gutem Zustand, d. h. auf mindestens 440 Hertz stimmbar (und die Stimmung auch haltend) und intakter Mechanik mit 88 Tasten (die Tasten fühlen sich im Anschlag alle gleich an und die Töne klingen ausgewogen und nicht unterschiedlich hell). Am besten  Fachgeschäfte aufsuchen, die auch eine eigene Klavierbauwerkstatt haben und wo man verschiedene Instrumente ausprobieren und vergleichen kann.

Die Lehrkräfte an unserer Musikschule beraten Sie diesbezüglich gerne!

Vorsicht beim Kauf von gebrauchten (vor allem älteren) Klavieren im Internet, da ihr Zustand und ihre Brauchbarkeit für den Laien schwer zu beurteilen sind. Im Zweifelsfall unbedingt einen Fachmann zu Rate ziehen!

2. Sitzbank:

eine stabile, höhenverstellbare Klavierbank (keinen Dreibein-Drehhocker, weil zu instabil). Hydraulisch verstellbare Bänke, die nur einen Hebeldruck zum Verstellen benötigen, sind bei mehreren klavierspielenden Personen im Haushalt praktischer. Ansonsten genügt auch eine Bank mit seitlicher Kurbel.

3. Platz:

einen ruhigen Platz zu Hause, der ungestörtes Üben ermöglicht. Das Wohnzimmer also beispielsweise nur, wenn dort nicht immer etwas los ist.

Wichtig zu wissen:

- Silent-Pianos:

 Für Wohnungen, in denen man nur zu eingeschränkten Zeiten laut spielen kann, eignen sich besonders Klaviere mit sogenannter „Silent“-Funktion, d. h. man kann den akustischen Teil stumm schalten und dann elektronisch über Kopfhörer spielen.

- Mietkauf:

Eltern, die sich noch nicht sicher sind, ob ihr Kind „dabei bleiben“ wird, steht bei vielen Händlern auch die Option des Mietkaufs zur Verfügung, d. h. man mietet das Instrument zunächst und bekommt die bereits bezahlten Raten beim allfälligen Kauf gutgeschrieben.

- kurze Fingernägel

sind unbedingt nötig, denn lange Fingernägel machen eine klaviergerechte Hand- und Fingerhaltung unmöglich.

 

 

 

Digitalpiano:  nein, weil überflüssig

Die oben erwähnten Möglichkeiten (Silent-Funktion, Mietkauf) machen die häufige Frage nach der Anschaffung eines Digitalpianos (also eines elektronischen Klaviers) obsolet, weil sie gegenüber mechanisch-akustischen Klavieren eigentlich keinerlei Vorteile bieten. Solche Instrumente kommen nie an die differenzierten Anschlags- und Klangmöglichkeiten eines echten Klaviers heran und hemmen schon sehr bald die optimale Entwicklung der musikalischen Fähigkeiten wie Feinmotorik und Ausdruck im Spiel. Unsere bisherigen Erfahrungen mit betreffenden SchülerInnen zeigen dies eindeutig.

Weiters ist das häufigste Argument, dass Digitalpianos preislich erschwinglicher sind, insofern ein Trugschluss, als sie wie alle elektronischen Geräte im Laufe weniger Jahre sehr stark an Wert verlieren (und bei Abnutzung auch nicht mehr reparierbar sind), während Flügel oder Pianinos – so sie gut gepflegt werden – ihren Wert jahrzehntelang halten und sich daher auch ohne große Verluste wieder verkaufen lassen.

Keyboards, E-Orgel und dergleichen sind wegen ihres deutlich geringeren Tonumfangs und der ungewichteten Tastatur für einen erfolgreichen Klavierunterricht auch für Anfänger nicht geeignet.

Am Allerwichtigsten: tägliches Üben

Entscheidend beim Lernen jedes Musikinstruments ist vor allem das, was sich zwischen den wöchentlichen Unterrichtsstunden zu Hause tut. Erst das regelmäßige, möglichst tägliche Üben gewährleistet  die kontinuierliche Weiterentwicklung der nötigen Fertigkeiten und damit schließlich den Spaß und die Freude am immer größer werdenden eigenen Können.

 

Die wichtigsten Grundsätze sind:

- spiele täglich, auch wenn Du „nur“ das spielst, was Du schon gut kannst – täglich eine kürzere Zeit am Instrument zu verbringen ist besser als einmal pro Woche eine längere Zeit

- wenn einmal etwas nicht gleich klappen will, gib nicht gleich auf und wiederhole es öfter

- Eltern: erinnert jüngere Kinder daran zu spielen und übt im Idealfall mit ihnen gemeinsam; motiviert sie auch, Euch bzw. Verwandten und Bekannten immer wieder etwas vorzuspielen

Das Musizieren lernen wir durch oftmaliges Wiederholen – so wie fast alles in unserem Leben: das Greifen, das Gehen oder das Sprechen. „Musik ist die Melodie, zu der die Welt der Text ist“ (Arthur Schopenhauer) – lasst sie uns gemeinsam lernen!